Die Unfallchirurgie beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung von Verletzungen und Verletzungsfolgen. Die sich erweiternden und verfeinerten Kenntnisse in diesem Gebiet, machen auf Dauer eine methodische Spezialisierung erforderlich. Hierbei beschränkt sich die Unfallchirurgie nicht nur auf die operative sondern auch auf die konservative Behandlung.
Der Unfallchirurg ist unter anderem für die Beurteilung und Behandlung von schweren Verkehrs- oder Arbeitsunfällen, welche lebensbedrohlich sein können, spezialisiert. Aber auch die Behandlung von 'leichteren' Verletzungen nach Bagatellunfällen oder sportlichen Tätigkeiten wird durch den Unfallchirurgen durchgeführt.
Durch die Zunahme der Unfälle durch Strassenverkehr, Arbeit und Sport sind diese Verletzungen auch zunehmend zu einem volkswirtschaftlich bedeutend Faktor geworden.
Daher beschäftigt sich die Unfallchirurgie von der Primärversorgung, über die definitive Versorgung bis hin zum Abschluss der Rehabilitation und Wiedereingliederung.
Die Unfallchirurgie arbeitet eng mit anderen Fachspezialisten zusammen, wie mit den Kollegen der Orthopädie, Handchirurgie, Gefäss- und Thoraxchirurgie, Neurochirurgie, Kieferchirurgie und plastische Chirurgie.
Die Unfallchirurgie am SZB
- Ist neben dem Inselspital die grösste unfallchirurgische Klinik im Kanton Bern
- Behandelt ca. 4’000 ambulante und stationäre Patienten jährlich, 1’000 operative Eingriffe
- Versorgung von Schwerstverletzten nach internationalem ATLS
- Behandlung nach den Prinzipien der AO (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen)
- Anwendung von neu entwickelten Technologien in der Frakturbehandlung, wie z.B. bei osteoporotischen Knochen
- Anwendung von minimal invasiven Osteosynthesetechniken
- Behandlung von Infektionen der Weichteile, Knochen und Gelenke
- Behandlung von Folgezuständen nach Frakturen oder Luxationen
- Kontinuierliche Qualitätskontrolle
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